8te-Klassen-Arbeit einer Ballettschülerin

Schulprojekt von Stella S.

Unten stehend finden Sie einen kleinen Auszug aus der Schulprojekt-Arbeit einer meiner Schülerinnen.

Das Projekt bestand aus
* einen Vortrag über Ballett gehalten am Anfang einer große Schulveranstaltung
* anschliessend die Vorführung zwei Tänze, und
* eine schriftliche Arbeit

Ihr schriftliche Arbeit umfasste Geschichte, Training, und ein Interview und war ca. 70 Seiten lang.

Ich freue mich sehr, dass Stella das Thema Ballett ausgewählt hat und ich ihr während ihrer Arbeit zur Seite stehen konnte. Bei der Veranstaltung trug sie ihr Referat souverän vor, tanzte sicher und mit sehr starkem Ausdruck. Ich war sehr von ihrem Engagement und von dem Umfang ihrer schriftlichen Arbeit beeindruckt.

Hier drei Auszüge:

“VORWORT

Schon seit ich in die erste Klasse kam und erfuhr, dass ich in 7 Jahren eine 8-Klasse-Arbeit machen werde, wusste ich, dass mein Thema Ballett sein wird.
Ich tanze seit 8 Jahren Ballett, und es macht mir sehr viel Spaß.
Ich fing mit Ballett tanzen wegen mehreren Gründen an: Zum einen tanzte meine beste Freundin Ballett. Sie tanzt immer noch mit mir zusammen. Ich kann mich noch an einen Auftritt erinnern, bei dem meine beste Freundin mit Tüchern “Ballett” getanzt hat. Ich fand es total toll. Natürlich fand ich damals auch die Tutus und so toll, und den Spitzentanz…
Mein Wunsch war immer, ‘mal so gut tanzen zu können wie die Gruppe, die nach uns ihren Ballettunterricht hatte. Heute habe ich mit einigen von ihnen zusammen Unterricht. Ich glaube durch das Tanzen wurde ich auch selbstbewusster.

Heute bedeutet mir Ballett mehr als nur tanzen. Ich merke, dass ich das Ballett brauche. Ich bin beim Tanzen frei von allem. Ich lerne die hundertprozentige Kontrolle über meinen Körper, und es macht mir, obwohl oder gerade weil es anstrengend ist, immer sehr viel Spaß!

Ich freue mich vor allem auf den Tanz, den ich mit meinem Ballettlehrer einstudieren werde, und hoffe, dass ich dadurch auch besser werde.

ÜBER MEINEN PRAKTISCHEN TEIL:
MEINEN TANZ

…Schließlich entschied ich mich für zwei Lieder: ‘Breathe Me’ von ‘Sia’ und ‘Hip Hop’ von ‘Dead Prez.’ Auf ‘Breathe Me’ würde ich klassisches Ballett tanzen, und auf ‘Hip Hop’ würde ich Hip-Hop tanzen, um den Unterschied der beiden Tanzarten zu zeigen, und um etwas neues auszuprobieren. Um die Choreographie zu machen und zu üben, traf ich mich mit Herrn Bankston nach den Herbstferien jeden Samstag für eine Stunde nach meinem normalen Balletttraining. Als erstes fragte er mich, ob ich eine Rolle tanzen möchte. Das konnte man auch so machen, dass ich die Rolle kenne und tanze, aber die Zuschauer sie gar nicht unbedingt kennen müssten. Die Idee fand ich sehr gut, aber da mir keine passende Rolle einfiel, übersezte Herr Bankston einfach den Text des ersten Liedes (‘Breathe Me’), und ich tanzte so zu der Geschichte, die das Lied erzählt. Die Choreographie machten wir so, dass Herr Bankston mir Schritte und Sprünge zeigte, die ich oft aus dem Unterricht kannte, und ich tanzte sie. Beim zweiten Teil war es schwerer, da ich Hip-Hop vorher noch nie im Unterricht getanzt hatte. Dabei zeigte er mir auch Schritte, und wir schauten dann zusammen, welche ich am besten konnte. Diese setzte er dann zusammen zu einem Tanz.

Als die Choregraphie fertig war, übte ich sie nur noch, und manche Schritte wurden noch verändert, oder hinzugefügt. Wir verfeinerten noch die Schritte und übergänge und ich musste noch mehr mit den Augen tanzen.

Die Arbeit an meinem Tanz hat mir total viel Spaß gemacht. Ich habe nochmal gemerkt, dass ich mit Tanz wirklich alles ausdrücken kann: Gefühle, Geschichten, Schmerz, Freude…. und ich fand es auch sehr toll Hip-Hop zu tanzen, da es für mich etwas ziemlich Neues war.

SCHLUSSWORT

Ich bin sehr froh, dass ich Ballett als mein Thema gewählt habe, weil ich während meiner Arbeit an dem Thema nie gezweifelt habe, und es mir sehr viel Spaß gemacht hat, mehr über Ballett zu erfahren. Dadurch habe ich viel über die Geschichte des Balletts und über die Muskeln gelernt. Bei meinem Interview habe ich erfahren, wie es ist, wenn man alles für Ballett aufgibt.
Am meisten Spaß hat es mir gemacht, an meinem Tanz zu arbeiten. Dadurch bin ich besser und selstbewusster geworden. Ich brauche das Ballett, und ich bin froh, dass ich die Chance hatte, mich so viel damit beschäftigen zu können.”

—Stella S.